Friseursalon in Jena

Kristin von Damn Fine Hair in Jena: „Die Angst ist inzwischen vergessen.“

Kristin erzählt, wie wahnsinnig aufgeregt sie war, als es ans Gründen ging und wie Daniel vom Gründerzentrum ihr nicht nur als Berater fürs Geschäftliche, sondern auch als Schulter zum Anlehnen immer zur Seite stand. Sie liebt ihren Laden und ihre Kunden und ist stolz auf ihren Erfolg – und trotzdem sehr froh, die ersten Gründungsjahre jetzt hinter sich zu haben.
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Damn Fine Hair Jena

Wer bist du und was hast du gegründet?

Ich bin Kristin, Friseurmeisterin und habe im November 2019 meinen eigenen Friseursalon aufgemacht. Vorher war ich als Friseurin angestellt, aber als ich dann langsam auf Ende 30 zuging, dachte ich mir: Wann, wenn nicht jetzt? – und habe gegründet. Den Meister hatte ich schon bald nach meiner Gesellenausbildung gemacht und eigentlich nie darüber nachgedacht, mich selbstständig zu machen. Aber irgendwann war es dann eben doch Zeit, was Eigenes zu schaffen. Ich werde ja auch nicht jünger!

Wenn ich heute zurückschaue, war meine Selbstständigkeit auch definitiv die richtige Entscheidung. Gerade der Anfang war zwar wirklich ziemlich anstrengend und ich bin froh, das hinter mir zu haben. Nochmal machen müsste ich die Gründerei jetzt wirklich nicht! Aber es war auch unbedingt der richtige Weg für mich und inzwischen läuft ja auch alles ruhiger.

Ich glaube, ich war so ein bisschen Daniels Beispiel für „die Ängstlichen“. Ich wusste ja am Anfang gar nicht, wie das alles so läuft und was wann zu tun ist. Hinzu kam, dass ich auf keinen Fall einen Laden wollte, der so typisch nach Friseur aussieht. Nun hatte ich aber dummerweise nur 5 Wochen Zeit, den Laden so zu gestalten, wie ich ihn gern haben wollte. Als dann alles irgendwie nicht so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt hatte und ich doch nicht so viel selbst machen konnte, wie ich wollte … Naja.

Aber irgendwie haben sich dann doch immer Notlösungen gefunden und ich konnte die Räume so gestalten, wie ich wollte. Kommentare von Handwerkern, was ich mir denn dabei gedacht hätte, inklusive. Die haben mich dann natürlich noch zusätzlich verunsichert. In solchen Momenten hat Daniel vom Gründerzentrum mir dann echt geholfen, weil er mich immer wieder aus meinem Loch geholt und aufgebaut hat. Ein bisschen nach dem Motto „Augen zu und durch“. Und bald lief es dann ja auch ohne Probleme.

Wegen Corona musste ich leider gleich im ersten Jahr zwei Mal schließen – Lockdown. Dadurch habe ich dann zwar jeweils eine Weile nichts verdient. Weil ich ja aber selbst entscheiden kann, wie viel ich arbeite, konnte ich den Verlust schnell wieder reinholen. Zum Glück hatte ich von früher schon viele Stammkunden und damit gleich eine gute Basis für mich und meine Gründung.

Was ist das Schönste am Gründen?

Das Gründen selbst war echt hart – aber auf das Ergebnis bin ich einfach wahnsinnig stolz. Ich stehe heute noch manchmal draußen vorm Laden im Dunkeln, schaue durchs Schaufenster rein und denke, dass das Schönste ist, was ich jemals gemacht habe. Das hab ich geschafft, und bin jetzt auch weiterhin immer nur für mich selbst verantwortlich. Ich kann keinem anderen die Schuld geben, wenn irgendwas nicht klappt. Aber es ist eben auch einfach so richtig „meins“. Echt großartig!

Ich freu mich so, dass alles trotz meiner anfänglichen Ängste und Sorgen so gut geklappt hat. Ganz ehrlich: Während der Einrichtungsphase hab ich manchmal einfach nur gedacht, dass jetzt bitte

niemand einen Blick durch die Ladentür werfen darf. Ich hatte wirklich Angst, dass das jetzt ein Kasperladen wird, in dem nichts zusammenpasst und alles ziemlich schlimm aussieht. Umso schöner ist es jetzt zu sehen, dass eben doch etwas richtig Tolles draus geworden ist.

Was hat dich durch deine Gründung geführt?

Ich hatte ja am Anfang wirklich tierische Angst, hab nicht mehr geschlafen und mir einfach irre viele Gedanken gemacht. Ich war regelrecht gelähmt vor Angst, vor allem der Angst, zu versagen. Teilweise hab ich kaum noch Worte rausgebracht. Daniel hat mich da immer ziemlich aufgebaut und mir geraten, mich ein bisschen zu entspannen und mir Mut gemacht, dass das schon alles gutgehen wird. Als Schulter zum Anlehnen quasi. Das ist einfach etwas, was du aus keinem Buch und keinem Onlinekurs bekommst. Jemand, der Ahnung hat und dir einfach ab und zu sagt, dass du alles richtig machst und dass das was wird.

Mein Glück war vielleicht auch, dass ich ja ein bisschen vor vollendeten Tatsachen stand. Der Laden war gemietet, in 5 Wochen musste ich aufmachen. Da hieß es dann „Augen zu und durch“.

Welche Hindernisse haben dich besonders herausgefordert?

Der Ladenausbau war eigentlich die größte Schwierigkeit. Das hat, wie gesagt, alles nicht ganz so geklappt wie geplant. Ich wusste nicht, ob meine Vorstellung vom Design so funktioniert, die Handwerker haben mich zusätzlich verunsichert … Neben Daniel, der mich vor allem in Sachen Gründung immer wieder aufgebaut hat, waren meine Freunde hier eine riesengroße Hilfe. Sie haben mir zum Beispiel beim Tapezieren, der Küche oder bei der Beleuchtung geholfen. Ich weiß gar nicht, ob ich es ohne sie überhaupt geschafft hätte.

Zum Glück war es bei mir in puncto Behörden nicht so schwierig. Ich habe zum Beispiel über den Existenzgründerpass eine Existenzgründungsberatung bezahlt bekommen. Die Kommunikation mit dem Bauamt hat netterweise meine Vermieterin übernommen, sodass ich mich da nicht auch noch drum kümmern musste. Sowas ist auch wirklich toll: Wenn du jemanden hast, der dir einfach mal so kleine, fiese Wege abnimmt und dir damit den Rücken freihält. Gerade, wenn sich die Leute ein bisschen besser auskennen als du selbst.

Welche Hilfe hast du gebraucht und bekommen?

Eine Riesen-Hilfe war auf jeden Fall Daniel für die ganzen Fragen rund ums Geschäftliche und eben als Mutmacher und für den Motivations-Stups zwischendurch. Meine Freunde haben mich vor allem bei den vielen kleinen und großen Arbeiten im Laden unterstützt. Sie haben mich aber auch immer wieder bestärkt, dass mein Weg der richtige für mich ist.

Vor allem mein bester Freund meinte schon vor meiner Gründung immer wieder „Mach dich selbstständig, du kannst das!“. Irgendwann habe ich dann auch endlich auf ihn gehört. Und er hatte ja Recht!

Inzwischen ist die ganze Angst vom Anfang auch irgendwie vergessen und erscheint im Nachhinein auch gar nicht mehr so schlimm. Ich bin zwar froh, dass ich die ersten Jahre hinter mir habe, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

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